Anlässlich des internationalen Tags der Muttersprache und des 200-jährigen Jubiläums der Gründung Perus organisierten wir am 21. Februar ein internationales Treffen, dessen Ziel es war, den Stellenwert des Quechuas in der peruanischen Gesellschaft zu reflektieren.
Das spanischsprachige Programm beinhaltete neben Inputs und Vorträgen auch diverse musikalische Einlagen, die aber allesamt simultan auf Deutsch übersetzt wurden. Nach der Begrüßung durch Amanda Luna, betonte der peruanische Botschafter zunächst die wachsende Bedeutung des Quechuas für die Kultur und Gesellschaft Perus. Mit knapp 3,8 Millionen Sprecher/innen, was einem Anteil von 13,6% der peruanischen Gesellschaft gleichkommt, hat die Sprache ihre Wichtigkeit auch über die Zeit der Kolonialisierung hinweg behaupten können.
Des Weiteren wurde aufgezeigt, wie die Sprache mit dem kulturellen Erbeder Inka in Verbindung steht, das bis heute von enormer Bedeutung ist. Als Beispiele wurden der respektvolle Umgang mit der Natur und „Mita“,die Durchführung von Projekten durch gemeinschaftliche Arbeit, genannt.
Eine Referentin sprach außerdem davon, dass sich diese enge Verknüpfung des Quechuas mit einer spezifischen Weltanschauung vor allem in der heiligen Verbindung der Menschen mit der Erde manifestiert, die von der Energie „illa“ ausgehe.
Zu den musikalischen Beiträgen gehörten beispielsweise die Darbietung des Klassikers „El condor pasa“ auf der Posaune oder die Aufführung traditioneller Lieder aus der Provinz Áncash.
Den diversen Referierenden und Künstler/innen aus Peru gelang es auf kreative Weise, den Stellenwert des Quechua und des damit verbundenen Weltbilds aufzuzeigen und dabei die Diversität der peruanischen Kultur zu feiern.

Autorin: Leah Preisinger

 

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