Home 9 Blog 9 Brazil inside me

In den folgenden Beiträgen werde ich von meiner Zeit mit dem Freiwilligendienst „kulturweit“ der Deutschen UNESCO-Kommission und des Auswärtigen Amtes berichten, welchen ich von September 2019 bis April 2020 in Belo Horizonte, Brasilien verbracht habe. Ich schildere Szenen des Alltags, erzähle von neuen Erfahrungen und meinen Eindrücken. Besonderen Fokus lege ich dabei auf die Reflexion meiner eignen Perspektive, meiner Privilegien und Herkunft, die mir während des Eintauchens in die brasilianische Gesellschaft wie in einem Brennglas bewusst geworden sind.
Nicht zuletzt sollen diese Berichte von meiner stetig wachsenden Begeisterung für und Verbundenheit mit einem Land voller Vielfalt, Farben, Kultur und Natur erzählen, das mich nachhaltig geprägt hat. Viel Spaß beim Lesen!

Rückblickend weiß ich gar nicht richtig, wo ich anfangen soll zu erzählen.
Es ist so viel passiert, ich habe so viel Neues erlebt und so viele einmalige Erfahrungen gemacht. TANTAS COISAS…
Bevor ich aber richtig anfange, möchte ich darauf hinweisen, dass dies
meine persönlichen Eindrücke, meine subjektiven Erfahrungen sind, von denen ich berichte. Mir ist durchaus bewusst, dass ich weiterhin ein Leben führe, dass dem meinen in Europa  ähnelt und dass gleichzeitig ganz andere Lebensrealitäten in diesem riesigen Land existieren. Die Privilegien, die mit meiner Herkunft und Hautfarbe zusammenhängen werden hier besonders spürbar für mich, denn sie sind unmittelbar mit der Unterdrückung und Benachteiligung mancher Menschen verbunden. Unser Wohlstand im globalen Norden basiert zu gro en Teilen auf einem politisch-ökonomischen System, das nach wie vor vom Fortbestand rassistischer und postkolonialer Strukturen profitiert.

 

Foto: © Picasa  (Calle Arenal Madrid, 09.04.2020) 

Ebenso möchte ich darauf verweisen, dass die durch meine Sozialisation geprägte „westliche Sichtweise“ mein Berichten beeinflusst, wenn vielleicht auch nur unterbewusst. Ich werde aber mein Bestes geben, eben diese kritisch zu hinterfragen und gemäß   dem Ideal der interkulturellen Kompetenzen dem Neuen aufgeschlossen und vorurteilsfrei gegenüberzutreten, ohne zwischen dem Eigenen und dem vermeintlich Fremden, Andersartigen zu unterscheiden. ...weiter lesen

Autorin: Leah Prisinger

Integrationsarbeit in Deutschland - Mamakiya3

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